Um die Zuverlässigkeit und die Qualität heutiger Elektronikprodukte gewährleisten zu können, ist es notwendig, bei der Verarbeitung von Electrostatic Sensitive Devices (ESDS) die wichtigsten Handhabungsregeln zu beachten:
  • ESDS dürfen nur an elektrostatisch geschützten Arbeitsplätzen (EPA) verarbeitet werden!
  • Auf ständigen, "sanften" Potentialausgleich achten!
  • Personenerdung über Handgelenk- und Schuherdung sicherstellen!
  • Auf ableitfähige, geschlossene Kleidung achten!
  • Elektrostatisch aufladbare Materialien wie normales PE, PVC, Styropor, etc. vermeiden!
  • ESDS dürfen keinen elektrostatischen Feldern > 100 V/cm ausgesetzt werden!
  • Nur gekennzeichnete und definierte Verpackungs- und Transportmaterialien einsetzen!
  • Schulung der Mitarbeiter!
Es wird empfohlen, sich an folgenden internationalen Standards zu orientieren:
IEC 61340-5-1 Ed. 1.0
  • Electrostatics - Part 5-1:
    Protection of electronic devices from electrostatic phenomena
    - General requirements
(2007-08)
IEC/TR 61340-5-2
Ed. 1.0
  • Electrostatics - Part 5-2:
    Protection of electronic devices from electrostatic phenomena
    - User guide
(2007-08)
DIN EN 61340-4-1
Ed. 2.0
  • Elektrostatik Teil 4-1:
    Standard-Prüfverfahren für spezielle Anwendungen
    - Elektrischer Widerstand von Bodenbelägen und verlegten Fußböden
(2004-12)
DIN EN 61340-4-3
  • Elektrostatik Teil 4-3:
    Standard-Prüfverfahren für spezielle Anwendungen

    - Schuhwerk
(2002-09)
DIN EN 61340-4-5
  • Elektrostatik Teil 4-5:
    Standard-Prüfverfahren für spezielle Anwendungen
    - Verfahren zur Charakterisierung der elektrostatischen Schutzwirkung von Schuhwerk und Boden in Kombination mit einer Person
(2005-03)
DIN EN 61340-2-1
  • Elektrostatik Teil 2-1:
    Messverfahren - Fähigkeit von Materialien und Erzeugnissen, elektrostatische Ladungen abzuleiten
(2003-06)
DIN EN 61340-2-3
  • Elektrostatik Teil 2-3:
    Prüfverfahren zur Bestimmung des Widerstandes und des spezifischen Widerstandes von festen planen Werkstoffen, die zur Vermeidung elektrostatischer Aufladung verwendet werden
(2000-12)
DIN EN 61340-3-1
  • Elektrostatik Teil 3-1:
    Verfahren zur Simulation elektrostatischer Entladungen: Human Body Model (HBM) Bauelementeprüfung
 
DIN EN 61340-3-2
  • Elektrostatik Teil 3-2:
    Verfahren zur Simulation elektrostatischer Entladungen: Machine Model (MM) Bauelementeprüfung
(2007-11)
ANSI/ESD S20.20-2007
  • ESD association standard for the Development of an Electrostatic Discharge Control Program for - Protection of Electrical and Electronic Parts, Assemblies and Equipment (Excluding Electrically Initiated Exposive Devices)
(2007-03)

Produkte, die auf diesen Seiten mit den nachstehenden Symbolen gekennzeichnet sind, entsprechen den technischen Spezifikationen nach:

DIN EN 61340-5-1 (2001-08) bzw.
IEC 61340-5-1 (2007-08)

Die neue Version der IEC 61340-5-1 sieht vor, dass ein ESD-Kontrollprogrammplan vorbereitet werden muss, welcher alle Anforderungen an das Programm beinhaltet.

Dieser dokumentierte Plan beinhaltet:
  • Schulung
  • Verifikation der Einhaltung
  • Erdungs-/Anschlusssysteme
  • Personenerdung
  • Anforderungen an die ESD-Schutzzone
  • Verpackungssystem
  • Kennzeichnung
Ein ESD-Kontrollprogramm-Manager oder Koordinator muss durch die Organisation benannt werden, um die Übereinstimmung des Programmes entsprechend den Anforderungen dieser Norm zu erstellen, zu dokumentieren, zu pflegen und zu überprüfen.
Begriffe und Definitionen ( IEC 61340-5-1 ):
Elektrostatisch leitfähig
C
Conductive
 
 
Verpackung mit einem Oberflächenwiderstand >= 1 x 10^2 Ohm und < 1 x 10^5 Ohm
Elektrostatisch ableitend
D
Dissipative
 
 
Verpackung mit einem Oberflächenwiderstand >= 1 x 10^5 Ohm und < 1 x 10^11 Ohm
Abschirmend
S
Shielding - Schirmung gegen elektrostatische Entladung
 
 
Sperre oder Einhüllung, die den Stromdurchgang begrenzt und die Energie einer elektrostatischen Entladung derart dämpft, dass die maximale Energie einer Human-Body-Model-Entladung von 1000 Volt höchstens 50nJ beträgt
Isolierend
 
Verpackung mit einem Oberflächenwiderstand >= 1 x 10^11 Ohm
 
  
 
ESD-Schutzzone EPA  Electrostatic Discharge Protected Area
 
 
Bereich in dem ESDS mit einem akzeptablen Schädigungsrisiko durch elektrostatische Entladung oder Felder gehandhabt werden können

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